Lavalampe selber machen mit Öl, Wasser und Brausetablette

Margret Diehl .

21. Mai 2026

Eine Hand lässt eine Tablette in eine Flasche mit bunten Flüssigkeiten fallen, um eine Lavalampe selber zu machen.

Eine selbst gemachte Lavalampe bringt mit wenigen Haushaltsmitteln erstaunlich viel Bewegung ins Glas. Ich zeige, wie das Experiment mit Öl, Wasser, Lebensmittelfarbe und einer Brausetablette gelingt, warum die bunten Blasen aufsteigen und worauf Erwachsene beim Basteln mit Kindern achten sollten.

Die wichtigsten Fakten für das Experiment auf einen Blick

  • Material: Eine durchsichtige PET-Flasche oder ein hohes Glas, Speiseöl, Wasser, Lebensmittelfarbe und eine Brausetablette.
  • Mischungsverhältnis: Etwa ein Viertel Wasser und drei Viertel Öl ergeben gut sichtbare Farbbewegungen.
  • Effekt: Die Brausetablette bildet Gasblasen, die gefärbtes Wasser nach oben transportieren.
  • Dauer: Das Blubbern hält je nach Tablettenmenge meist einige Minuten an und kann danach erneut gestartet werden.
  • Sicherheit: Die Flasche nicht fest verschließen, nicht schütteln und Kinder nur unter Aufsicht experimentieren lassen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man eine Lavalampe selber macht: blaue Farbe tropft in Öl und Wasser, dann bilden sich Blasen.

Lavalampe selber machen mit einfachen Haushaltsmitteln

Für die kindgerechte Variante brauche ich keine spezielle Bastelausrüstung. Am besten funktioniert ein **transparentes Gefäß mit 250 bis 500 Millilitern Fassungsvermögen**, weil sich darin die farbigen Blasen gut beobachten lassen.

  • eine saubere PET-Flasche oder ein hohes, standfestes Glas
  • Speiseöl, zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • Wasser
  • einige Tropfen flüssige Lebensmittelfarbe
  • eine Vitamin- oder andere Brausetablette
  • ein Tablett oder eine abwaschbare Unterlage

Mit vorhandenen Zutaten kostet das Experiment fast nichts. Werden alle Materialien neu gekauft, reichen **etwa 2 bis 6 Euro** meistens aus. Ich empfehle für jüngere Kinder eine PET-Flasche, da sie leichter ist und beim Umkippen weniger schnell zerbricht.

Das Gefäß richtig vorbereiten

Das Gefäß sollte sauber und trocken sein. Füllt es zunächst zu ungefähr **einem Viertel mit Wasser** und gebt die Lebensmittelfarbe direkt hinein. Drei bis fünf Tropfen genügen oft, eine kräftige Farbe macht die Blasen aber besser sichtbar.

Danach wird das Gefäß langsam mit Öl aufgefüllt. Lasst oben **mindestens 3 bis 5 Zentimeter Platz**, damit die Flüssigkeit beim Sprudeln nicht überläuft. Die beiden Flüssigkeiten trennen sich nach kurzer Zeit in eine untere Wasserschicht und eine obere Ölschicht.

Schritt für Schritt zum bunten Blubbereffekt

  1. Füllt das Gefäß zu etwa einem Viertel mit gefärbtem Wasser.
  2. Gießt vorsichtig Öl darüber, bis ungefähr drei Viertel des Gefäßes gefüllt sind.
  3. Wartet, bis sich die Flüssigkeitsschichten beruhigt haben und keine großen Luftblasen mehr aufsteigen.
  4. Teilt die Brausetablette in **kleine Stücke**.
  5. Gebt zunächst nur ein Stück in die Flasche oder das Glas.
  6. Beobachtet, wie die farbigen Blasen aufsteigen, platzen und wieder nach unten sinken.

Der schönste Moment kommt meist direkt nach dem Einwerfen der Tablette. Ich würde nicht gleich die ganze Tablette verwenden, denn **kleine Portionen sorgen für einen längeren und kontrollierteren Effekt**. Wenn die Bewegung nachlässt, kann ein weiteres Stück folgen.

Für eine besondere Wirkung stellt ihr das Gefäß vor eine dunkle Fläche und beleuchtet es von unten mit einer **kühlen LED-Lampe**. Eine Kerze oder eine heiße Glühlampe gehört nicht unter die Flasche, da sich Öl erwärmen und das Gefäß beschädigt werden könnte.

Was Kinder dabei selbst übernehmen können

Kinder können das Wasser einfärben, die Mengen schätzen und vor dem Einwerfen der Tablette eine Vermutung äußern. Das macht aus dem Basteln ein kleines **Forscherexperiment**, bei dem sie beobachten, vergleichen und eigene Erklärungen entwickeln.

Die Tablette sollte ein Erwachsener teilen und dosieren. Bei Kindern unter etwa sechs Jahren ist außerdem besondere Nähe sinnvoll, weil Brausetabletten nicht in den Mund gehören und verschüttetes Öl den Boden rutschig machen kann.

Warum sich Öl und Wasser trennen

Der Effekt beruht auf zwei einfachen Eigenschaften. Wasser und Öl verbinden sich nicht dauerhaft, weil ihre Teilchen unterschiedlich aufgebaut sind. Außerdem ist Öl leichter als Wasser und schwimmt deshalb oben.

Die Lebensmittelfarbe löst sich fast nur im Wasser. Sie bleibt nicht als gleichmäßige Farbe im Öl, sondern sammelt sich in kleinen gefärbten Tropfen in der unteren Schicht. Genau das erzeugt die typischen roten, blauen oder grünen Kugeln.

Die Brausetablette reagiert im Wasser und setzt **Kohlendioxid** frei. Das Gas haftet an gefärbten Wassertropfen und trägt sie durch das Öl nach oben. An der Oberfläche platzen die Gasblasen, das Wasser wird wieder schwerer und sinkt zurück.

Es handelt sich also nicht um eine echte elektrische Lavalampe mit erwärmtem Wachs. Der selbst gemachte Effekt ist ein **zeitlich begrenztes Chemieexperiment**. Nach dem Auflösen der Tablette bleiben die Flüssigkeiten zwar geschichtet, aber die Blasenbewegung endet.

Welche Variante für Zuhause und Kita am besten passt

Variante Vorteil Grenze Geeignet für
PET-Flasche Leicht, durchsichtig und bruchsicher Steht manchmal weniger stabil Jüngere Kinder und Zuhause
Hohes Glas Sehr gute Sicht und fester Stand Kann zerbrechen Schulalter und Kita mit enger Begleitung
Sonnenblumenöl Günstig und meist vorhanden Leicht gelbliche Eigenfarbe möglich Standardversuch
Klares, helles Öl Farben wirken besonders leuchtend Je nach Haushalt teurer Fotoprojekte und Dekoration
Große Tablettenstücke Schneller, kräftiger Start Der Inhalt kann überschäumen Nur unter genauer Aufsicht

Für eine Kita-Gruppe würde ich mehrere **kleine PET-Flaschen** statt eines großen Glases vorbereiten. So können Kinder in Zweiergruppen arbeiten, ohne dass alle gleichzeitig über ein einziges Gefäß greifen. Jede Flasche sollte beschriftet und auf ein Tablett gestellt werden.

Bei den Farben sind kräftige Grundfarben besonders praktisch. Blau und Rot wirken im Öl-Wasser-Kontrast meist klarer als sehr helle Gelbtöne. Glitzer würde ich weglassen, weil er verklumpen kann und die Beobachtung der Wasserblasen erschwert.

Typische Fehler und schnelle Lösungen

Die Flüssigkeiten vermischen sich

Ein kurzes Trüben direkt nach dem Einfüllen ist normal. Wenn die Schichten dauerhaft durcheinanderbleiben, wurde das Gefäß wahrscheinlich geschüttelt oder zu schnell bewegt. Stellt es **10 bis 15 Minuten ruhig** ab und wartet, bis sich Öl und Wasser wieder sortiert haben.

Die farbigen Blasen steigen nicht auf

Dann liegt es oft an einer zu kleinen Tablettenmenge oder daran, dass die Farbe nicht wasserlöslich genug ist. Verwendet flüssige Lebensmittelfarbe und gebt ein frisches, kleines Tablettenstück in den unteren Wasserbereich. Pulver kann funktionieren, verteilt sich aber häufig ungleichmäßiger.

Die Flasche läuft über

Das passiert, wenn das Gefäß zu voll ist oder die Tablette zu groß war. Entfernt das Gefäß vorsichtig von der Tischkante, wischt verschüttetes Öl sofort auf und wartet, bis der Sprudeleffekt beendet ist. Beim nächsten Versuch sollte oben **mehr Luft bleiben**.

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Die Farbe bleibt im Öl

Lebensmittelfarbe ist normalerweise wasserlöslich und sollte nach unten sinken. Wenn sie sich im Öl verteilt, wurde möglicherweise eine ungeeignete Farbe verwendet oder zu viel davon eingefüllt. Weniger Farbe liefert hier oft das bessere Ergebnis.

Sicherheit beim Basteln mit Kindern

Das Experiment ist einfach, aber nicht zum unbeaufsichtigten Spielen gedacht. Öl macht Oberflächen rutschig, Glas kann zerbrechen und Brausetabletten können verschluckt werden. Ich stelle deshalb immer eine **abwischbare Unterlage** bereit und lasse Kinder die Flasche nicht schütteln.

Die Flasche darf während des Sprudelns nicht fest verschlossen werden. Durch das entstehende Gas kann sich Druck aufbauen. Nach dem Experiment wird der Inhalt nicht getrunken, sondern in den Hausmüll beziehungsweise über den vorgesehenen Weg für Speiseöl entsorgt. Größere Mengen Öl gehören nicht in den Abfluss.

Eine fertige Mischung sollte außerdem nicht als dauerhafte Dekoration im Kinderzimmer stehen, wenn kleine Kinder Zugang dazu haben. Für eine kurze Beobachtung, eine Gesprächsrunde oder eine pädagogische Einheit ist sie ideal. Als echte Nachtlampe eignet sich der Versuch dagegen nicht.

Aus dem Blubbern wird eine kleine Lernwerkstatt

Besonders wertvoll wird die Bastelei, wenn Kinder nicht nur zuschauen. Sie können vorhersagen, ob sich die Farbe im Öl verteilt, prüfen, ob ein halbes oder ein viertel Tablettenstück länger sprudelt, und die Anzahl der aufsteigenden Blasen vergleichen.

Ich würde dabei Begriffe wie **oben, unten, schwerer, leichter, Gasblase und Schicht** verwenden. So verbindet das Experiment kreatives Gestalten mit ersten Erfahrungen in Naturwissenschaften, ohne dass daraus eine trockene Unterrichtsstunde werden muss.

Am zuverlässigsten gelingt der Effekt mit einem ruhigen Aufbau, wenig Farbe und kleinen Tablettenstücken. Wer diese drei Punkte beachtet, erhält mit sehr einfachen Mitteln ein faszinierendes Ergebnis, das Kinder beobachten, erklären und anschließend selbst variieren können.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Du brauchst eine transparente PET-Flasche oder ein hohes Glas, Speiseöl, Wasser, flüssige Lebensmittelfarbe, eine Brausetablette und eine abwaschbare Unterlage. Mit vorhandenen Zutaten kostet das Experiment fast nichts, neu gekauft meist etwa 2 bis 6 Euro.
Fülle das Gefäß zu etwa einem Viertel mit gefärbtem Wasser und anschließend zu etwa drei Vierteln mit Öl. Oben sollten mindestens 3 bis 5 Zentimeter Platz bleiben, damit die Flüssigkeit beim Sprudeln nicht überläuft.
Die Lebensmittelfarbe löst sich fast nur im Wasser, während das Öl oben schwimmt. Die Brausetablette setzt im Wasser Kohlendioxid frei. Die Gasblasen haften an gefärbten Wassertropfen und tragen sie nach oben. An der Oberfläche platzen sie, sodass das Wasser wieder nach unten sinkt.
Verwende für jüngere Kinder am besten eine leichte PET-Flasche und stelle sie auf ein Tablett. Die Tablette sollte ein Erwachsener in kleine Stücke teilen und dosieren. Die Flasche darf während des Sprudelns nicht fest verschlossen oder geschüttelt werden, und verschüttetes Öl sollte sofort aufgewischt werden.
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Autor Margret Diehl
Margret Diehl
Ich bin Margret Diehl und bringe 5 Jahre Erfahrung in meine Arbeit für awokitatg.de ein. Schon lange fasziniert mich, wie Kinder sich entwickeln und welche Rolle eine gute Kindererziehung und eine unterstützende Kita dabei spielen. Es ist mir wichtig, Eltern und Erziehenden verständliche Einblicke in diese spannenden Themen zu geben. Ich recherchiere sorgfältig, vergleiche Informationen und bereite komplexe Sachverhalte so auf, dass sie leicht nachvollziehbar sind. Mein Ziel ist es, Ihnen nützliche, fundierte und aktuelle Inhalte zu liefern, die Sie im Alltag unterstützen.
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